Die ersten Taubenzüchter waren im Jahr 1931 Johannes Pfalzgraf aus Zella und Johannes Hahn aus Gungelshausen, die ihre Tauben mit der Bahn unter anderem bis Barcelona transportierten. Von dort flogen die Brieftauben dann nach Hause.
Nach dem 2. Weltkrieg wuchs der Verein auf 17 Mitglieder. Vorsitzender wurde Johannes Pfalzgraf. In Begleitung von Heinrich Friedrich aus Ascherode (er stammte aus Zella) wurden die eingesetzten Tauben mit der Bahn zu den jeweiligen Zielorten gefahren, um dort aufgelassen zu werden.
Beim Einsetzen der Tauben in Zella erhielten alle einen Gummiring mit der Nummer des Züchters. Sobald die Tauben den heimischen Taubenschlag nach dem Rückflug erreicht hatten, wurde der Gummiring abgezogen und auf dem schnellsten Weg zu Johannes Pfalzgraf gefahren um in die vereinseigene Uhr eingedreht zu werden. Zielorte waren Basel, Freiburg, Marseilles, St. Pölten und Budapest. Später hatten alle Züchter eigene Uhren, die nach dem Einsetzen der Tauben verplombt wurden.
Erfolgreiche Züchter waren Johannes Pfalzgraf, Johannes Hahn, Georg Schultheiß, Johannes Dörrbecker, Kurt Hahn-Keßler, Wilhelm und Georg Ratajczak, Georg Gimpel, Günter Hennighausen, Johannes Ide, Heinrich Ries, Paul Schmitt, Kurt Morsch und Willi Rittmann.
Die erfolgreichste Epoche des Vereins war unter der Vereinsführung von Günter Hennighausen. In dieser Zeit erwarb der Verein von der Gemeinde das alte Feuerwehrhaus, das heute noch als Einsatzstelle für die Brieftauben, auch von anderen Brieftaubenvereinen, genutzt wird. Nachdem der Vorsitzende Kurt Hahn-Keßler aus gesundheitlichen Gründen den Vereinsvorsitz abgeben musste, übernahm Bernd Jäckel aus Merzhausen das Amt.
